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"Kulinarix"-Programm

23.05.2017

Raps-Stiftung will Ernährung von Kindergartenkindern verbessern

Selbst die Kleinsten ernähren sich falsch. Mit dem "Kulinarix"-Programm für Kindertagesstätten möchte die Raps-Stiftung einen Beitrag zur besseren Ernährung im Kindergartenalter leisten. Kindertagesstätten können sich für die Pilotphase noch anmelden.

Irina Pöhlmann hat selbst zwei Kinder im Alter von vier und sechs Jahren. Sie weiß, dass Kinder Süßes lieben und dass gesundes Essen nicht automatisch hoch im Kurs steht. Doch die Diätassistentin, die schon viele Aktionen in Kindertagesstätten gemacht hat, weiß auch, dass Kinder mit Spaß sehr schnell von gesundem Essen zu überzeugen sind.
Pöhlmann ist freiberufliche Diätassistentin. Jetzt möchte sie mit dem auswärtigen Partner Symbioun die Ernährung von Kindergartenkindern verbessern. "Die meisten Kinder essen zu wenig Obst und Gemüse. Sie nehmen zu viel Zucker zu sich, auch gesüßte Getränke. Und auf den Tisch kommen zu wenig Vollkornprodukte", sagt Pöhlmann. Aus diesem Grund initiiert die Raps-Stiftung gemeinsam mit Pöhlmann und Symbioun jetzt das Pilotprojekt "Kulinarix". Das Programm richtet sich an Kindertagesstätten in den Landkreisen Kulmbach, Bayreuth und Lichtenfels und will einen Beitrag dazu leisten, die Ernährung von Kindern zwischen drei und sechs Jahren zu verbessern.
Dabei geht es aber nicht um Aktionen oder Events, sondern Ernährungsfachkräfte werden in den teilnehmenden Einrichtungen den individuellen Bedarf ermitteln, um dann über einen Zeitraum von mindestens zwei Jahren kontinuierlich Projekte durchzuführen. "Welche Projekte das sind, wird gemeinsam mit den Verantwortlichen erarbeitet. Das können Eltern-Kind-Kochkurse, Vorträge, Personalschulungen, Schulungen für Caterer, aber auch viele gemeinsame Aktionen mit den Kindern zum Thema Essen und Trinken sein", sagt Pöhlmann.


Aus drei Landkreisen

Bislang haben sich für das "Kulinarix"-Programm der Kindergarten Lummerland, der Kindergarten Fantasia und der Kindergarten St. Hedwig in Kulmbach angemeldet. Das Zentrum für Kinder und Familien in Mainleus ist dabei, der Kindergarten Lindennest in Thurnau, der evangelische Kindergarten Burgkunstadt und das Kinderhaus Windrad in Bayreuth. "Wir haben für die Pilotphase noch zwei Plätze frei. Interessierte Kindertagesstätten können sich noch melden", sagt Yola Klingel (Raps-Stiftung).
Grundlage für das Programm sind wissenschaftliche Erhebungen. "Wir sind jetzt in der ersten Evaluationsphase. Wir analysieren die Essgewohnheiten, die Situation in den jeweiligen Einrichtungen", erklärt Pöhlmann. Als nächster Schritt werden Arbeitskreise mit Eltern, Kindergartenleitung und Personal ins Leben gerufen. Das soll bis Ende des Jahres geschehen.
"Wir werden einen sehr individuellen Jahresplan mit konkreten Zielen ausarbeiten", sagt Pöhlmann. Die Arbeitskreise sollen konkrete Verbesserungswünsche formulieren. Das können Kleinigkeiten sein - wie eine atmosphärische Verbesserung der Esssituation, aber auch Kochkurse, Elternabende und mehr sind möglich. "Wir hoffen, dass die Kinder das Gelernte auch nach Hause tragen."
 
Autor: Sonny Adam
Quelle: inFranken.de
 

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